Hotel-Neubau mit 130 Zimmern in Dagmersellen
Anfangs April fuhren an der Altishoferstrasse in Dagmersellen die Bagger auf. Sie rissen die Erde für eine Zufahrtsstrasse auf, das alte Schützenhaus und den Schopf ab. Auf dem 6500 Quadratmeter grossen Grundstück an der Dagmerseller Altishoferstrasse wird neben einer Tankstelle mit Shop und Waschanlage auch ein Businesshotel im Drei-Sterne-Segment entstehen. Das Projekt umfasst 130 Zimmer, ein Restaurant mit 200 Sitzplätzen und mehrere Seminarräume. Die Baubewilligung liegt seit Anfang Jahr vor.
Der eigentliche Baustart für die Überbauung mit einem Investitionsvolumen von über 25 Millionen Franken erfolgt laut Alois Grüter im Herbst 2010. Doch weil die Baubewilligung für die Tankstelle bereits Ende April ausgelaufen wäre, zogen die Investoren den Rückbau der alten Gebäude, den Aushub der Tankstellen-Baugruppe und die Teilerschliessung des Geländes vor.
«Gut Ding will Weile haben»
Mit den Bauarbeiten nimmt ein Projekt Gestalt an, von dem seit Ende 2008 die Rede ist. Die Umsetzung stand laut Alois Grüter jedoch zu keiner Zeit auf der Kippe. «Die Verhandlungen zwischen den
heutigen Grundeigentümerinnen Valeria AG, IGD Grüter AG und den potenten Investoren kamen nie ins Stocken.» Zeit gekostet hätten andere Faktoren. So wartete man den Bau der Kreisel ab, um das Gelände optimal zu erschliessen.
Zudem hätten zwei Einsprachen und die Erstellung des Gestaltungsplanes mehr Zeit als vorgesehen in Anspruch genommen. Und auch die Zuständigkeit für Bauten entlang der Autobahn wechselte – vom Kanton ans Bundesamt für Strassen Astag.
Graue Haare wuchsen den Projektverfassern deshalb nicht. «Gut Ding will Weile haben», sagt Alois Grüter. Insbesondere mit den langjährigen Mietern der bestehenden Räumlichkeiten seien ohne Zeitdruck «einvernehmliche und akzeptable Lösungen» gefunden worden. Dies sei auch ein Grund, wieso mit dem Abbruch der alten Betonhalle noch einige Wochen zugewartet wird.
Wer ist der Investor?
Wer wird die Besitzerin des über 20 Millionen teuren Hotelkomplexes sein? Wer betreibt die Tankstelle, die für über vier Millionen errichtet wird? Bei diesen beiden Fragen verweist Alois Grüter auf ein
Stillhalteabkommen. «Der Vertrag ist per Handschlag besiegelt, die definitive Unterzeichnung erfolgt im Juni/Juli», sagt der Totalunternehmer. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde mit den Partnern
Schweigepflicht vereinbart. Eines verrät Grüter trotzdem: «Es sind beides renommierte, national und international anerkannte Unternehmungen.»
Quelle: Willisauer Bote [231 KB]
Siehe auch: Sonntag (NL) vom 11.4.2010 [300 KB]


