Grindelwald: Keine Kontingente für Zweitwohnungen

Grindelwald
Die Gemeinde Grindelwald verzichtet darauf, den Zweitwohnungsbau mit Kontingenten zu begrenzen. Eine entsprechende Initiative ist am Freitagabend an der Gemeindeversammlung deutlich abgelehnt worden. Die Gemeindeinitiative stammte von einem Verein, der gegen die masslose Überbauung in Grindelwald vorgehen wollte. Auch ein Gegenvorschlag wurde am Freitag klar abgelehnt, wie der Grindelwaldner Gemeindepräsident Emanuel Schläppi sagte.
Im Gegenzug segneten die Stimmenden an der Gemeindeversammlung eine Reihe von Massnahmen ab, die dazu beitragen sollen, die Probleme bei der Anwendung der bestehenden Vorschriften zum Schutz vor sogenannt kalten Betten zu lösen. Wegen der Angst vor einer möglichen Kontingentierung der Zweitwohnungen waren in Grindelwald in jüngster Zeit überdurchschnittlich viele Baugesuche eingereicht worden, wie verschiedene Medien geschrieben haben. «Es ist tatsächlich so, dass wir in den vergangenen Monaten mehr Baugesuche zur Beurteilung erhalten haben», sagte Schläppi.
6.12.2010
