Galvanik ist wieder offen

Vom Konzertsaal direkt an die Bar; das ist jetzt möglich 

Am Wochenende wurde mit der Eröffnung der Galvanik eine lang vermisste Legende wieder zum Leben erweckt. Die offizielle Wiedereröffnung der Galvanik ist ein voller Erfolg, das frisch renovierte Kulturzentrum scheint aus allen Nähten zu platzen. Die Sicherheitsleute an den Eingängen haben viel zu tun. Und auch den Helfern ist die Anstrengung buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

Vor drei Jahren musste die Galvanik nach einem Brand schliessen, in den vergangenen zwölf Monaten nun wurde das Lokal für 4,35 Millionen Franken von der Stadt saniert und ausgebaut. Die Galvanik im Westen der Stadt Zug bietet einen Konzertsaal für rund 600 Personen sowie einen Bar- und Loungebereich für etwa 200 Leute. Neu hinzu kommen ein Multifunktionsraum mit rund 80 Sitzplätzen, davon einige im Aussenbereich, sowie 13 Übungsräume für Bands, die bereits alle vermietet sind.

Die Galvanik steht unter der Leitung von Eila Rotzler. Ihr Ziel ist es, den alten Charme der Galvanik aufrecht zu erhalten. So wurden beispielsweise sämtliche stabile und nicht kontaminierte Wände mit neuen Elementen aufgefrischt.

Ganz so wie früher fühlt es sich aber nicht an. Die Kombination von Alt und Neu, der abgenutzte Charme, den die halb verputzten Betonwände versprühen, funktioniert zwar gut. Eingefleischte Galvanik-Fans können sich aber ein paar wehmütige Kommentare nicht verkneifen. Sie vermissen den abgewetzten alten Holztresen, die kitschige Dekoration, die Lichterketten und die schweren Samtvorhänge, die der alten Galvanik ihren Höhlencharakter gaben.

Und auch das Publikum ist selbstverständlich nicht mehr das gleiche wie vor drei Jahren. Zumal es die breit angekündigte Eröffnungsfeier ist. Für viele der unter 20-jährigen Partygäste dürfte es der erste Besuch in der Galvanik sein.

19.9.2011